{"id":82814,"date":"2006-08-05T20:38:45","date_gmt":"2006-08-05T19:38:45","guid":{"rendered":"https:\/\/vorschau.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/?p=82814"},"modified":"2019-08-19T20:47:09","modified_gmt":"2019-08-19T19:47:09","slug":"i-promessi-sposi-die-brauleute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/2006\/08\/05\/i-promessi-sposi-die-brauleute\/","title":{"rendered":"\u00bbI Promessi Sposi &#8211; Die Brauleute\u00ab"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h3&#8243; text_size=&#8220;h3&#8243;]ein H\u00f6rst\u00fcck<br \/>\nim Rahmen der Ausstellung<br \/>\nLEND ME YOUR EAR[\/vc_custom_heading][vc_column_text]<strong>Samstag, 05. August 2006, 20:00 h<\/strong>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image media=&#8220;82824&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h3&#8243; text_size=&#8220;h3&#8243;]Es liest Claudia Mischke[\/vc_custom_heading][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h4&#8243; text_size=&#8220;h4&#8243;]Vitae[\/vc_custom_heading][vc_column_text]Claudia Mischke, geb\u00fcrtig 1966, im niederrheinischen Krefeld.<\/p>\n<p>Schauspielausbildung im Berlin der Achtziger. Kannte die Mauer von beiden Seiten. Kochte und arbeitete bald nach ihrem Fall mit Ulrich Plenzdorf. Kehrte mit seinen Kabarettst\u00fccken ins heimische Rheinland zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Passionierte Reisende mit einer Neigung zu fremden Zungen. Unternimmt stundenlange Fu\u00dfm\u00e4rsche, um mit einem Buch oberhalb der Baumgrenze in den Tessiner Alpen in der Sonne sitzen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nVergangenheit als Stra\u00dfenmalerin in Barcelona und Rio de Janeiro.<\/p>\n<p>Theater, Musical, Kabarett und Fernsehen in Berlin, D\u00fcsseldorf, K\u00f6ln.<\/p>\n<p>Claudia Mischke spricht f\u00fcrs Radio und bearbeitet Literatur f\u00fcr die Leseb\u00fchne.<\/p>\n<p>Sie lebt mit ihrer Familie in K\u00f6ln und im Tessin.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image media=&#8220;82827&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h3&#8243; text_size=&#8220;h3&#8243;]Musikalische Improvisationen von Hans-Peter Fa\u00dfbender[\/vc_custom_heading][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h4&#8243; text_size=&#8220;h4&#8243;]Vitae[\/vc_custom_heading][vc_column_text]Hans-Peter Fa\u00dfbender, Jazzpianist, Jahrgang \u00b464.<\/p>\n<p>Nach einem Ausflug studienhalber nach Arnheim\/ NL seiner niederrheinischen Heimat treu.<\/p>\n<p>Sch\u00f6pfer von B\u00fchnenmusiken, musikalischer Leiter, Musikproduzent, Tonstudiobetreiber, Lehrer.<\/p>\n<p>Im Tim-Isfort-Orchester symphonische Big-Band-Musik mit SchauspielerInnen und S\u00e4ngern wie Katharina Thalbach, Blixa Bargeld, Christian Br\u00fcckner.<\/p>\n<p>Italo-Pop-Coverband.<\/p>\n<p>Filmmusik (so mit Bargeld f\u00fcr \u201eRecycled\u201c).<\/p>\n<p>Und aus Leidenschaft immer mal wieder der Mann am Klavier. Hinter Rauchschwaden. In der Bar.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_single_image media=&#8220;82815&#8243; media_width_percent=&#8220;50&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h3&#8243; text_size=&#8220;h3&#8243;]I Promessi Sposi \u2013 Die Brautleute (1827)[\/vc_custom_heading][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h4&#8243; text_size=&#8220;h4&#8243;]Mail\u00e4ndische Geschichte aus dem 17. Jahrhundert, entdeckt und neu eingerichtet von Alessandro Manzoni (geboren 1785 in Mailand, gestorben 1873 ebenda)[\/vc_custom_heading][vc_column_text]\u201e \u201aIch habe Ihnen zu verk\u00fcndigen\u2019, war heute Goethes erstes Wort bei Tisch, \u201ada\u00df Manzonis Roman alles \u00fcberfl\u00fcgelt, was wir in dieser Art kennen. Ich brauche Ihnen nichts weiter zu sagen, als da\u00df das Innere, alles was aus der Seele des Dichters kommt, durchaus vollkommen ist, und da\u00df das \u00c4u\u00dfere, alle Zeichnung von Lokalit\u00e4ten und dergleichen, gegen die gro\u00dfen inneren Eigenschaften um kein Haar zur\u00fccksteht. Das will etwas hei\u00dfen.\u2019 \u201c So berichtet Eckermann unter dem Datum Mittwoch, den 18. Juli 1827, in seinen Gespr\u00e4chen mit Goethe.<\/p>\n<p>Unsere Geschichte beginnt am 7.November 1628, kurz nach Sonnenuntergang. Sie umspannt knapp zwei Jahre. Ort der Handlung ist die Lombardei im Norden Italiens:<br \/>\n\u201eJener Arm des Comer Sees, der sich nach S\u00fcden wendet, um zwischen zwei ununterbrochenen Bergketten lauter Buchten und Busen zu bilden, je nachdem die Berge vorspringen oder zur\u00fcckweichen, verengt sich beinahe mit einem Schlag, um Lauf und Gestalt eines Flusses anzunehmen, ges\u00e4umt von einem Vorgebirge zur Rechten und einem weiten K\u00fcstenstrich auf der anderen Seite; und die Br\u00fccke, die hier die beiden Ufer verbindet, scheint dem Auge diese Verwandlung noch sinnf\u00e4lliger zu machen und die Stelle zu bezeichnen, wo der See aufh\u00f6rt und die Adda wieder beginnt, die jedoch bald darauf wieder den Namen See annimmt, wo die erneut auseinandertretenden Ufer dem Wasser Raum geben, sich in neuen Buchten und Busen auszubreiten und zu verlaufen.\u201c[\/vc_column_text][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h4&#8243; text_size=&#8220;h4&#8243;]Die Personen in der Reihenfolge ihres Erscheinens[\/vc_custom_heading][vc_column_text]<strong>Don Abbondio<\/strong>, der Pfarrer unseres kleinen Dorfes am Ufer des Sees, eigentlich kein schlechter Kerl, aber ein Hasenfu\u00df und deshalb alles andere als standhaft &#8211;<br \/>\n\u201e&#8230;was freilich nicht hei\u00dfen soll, da\u00df nicht auch er sein bi\u00dfchen Galle im Leib gehabt h\u00e4tte. Aber da es schlie\u00dflich auf der Welt und in seiner N\u00e4he Menschen gab, von denen er sehr genau wu\u00dfte, dass sie unf\u00e4hig waren, B\u00f6ses zu tun, konnte er an ihnen gelegentlich seine lang aufgestaute schlechte Laune ablassen und sich auch einmal der Lust hingeben, ein bisschen \u00fcberspannt zu sein und zu Unrecht herumzuschreien.\u201c<\/p>\n<p><strong>Die Bravi<\/strong>, professionelle Schurken<br \/>\n\u201eDiese Spezies war damals in der Lombardei weit verbreitet, und das schon seit geraumer Zeit: Bereits am 8. April des Jahres 1583 erkl\u00e4rt der Durchlauchtigste und Exzellenteste Herr Don Carlos von Arag\u00f3n, Generalkapit\u00e4n Seiner Katholischen Majest\u00e4t in Italien, usw., usw&#8230;, Gouverneur von Mailand, umfassend unterrichtet \u00fcber das unertr\u00e4gliche Elend, in welchem diese Stadt Mailand wegen der Bravi und Vagabunden gelebt hat und immer noch lebt, dieselben in Acht und Bann, welche keinen Beruf haben oder, wenn sie einen haben, ihn nicht aus\u00fcben&#8230;sich aber, ohne oder auch mit Entlohnung, irgendeinem Ritter oder Edelmanne, Beamten oder Kaufmann anschlie\u00dfen&#8230;um ihnen Beistand und Vorschub zu leisten oder in Wahrheit, wie man vermuten darf, anderen Fallen zu stellen&#8230;\u201c<\/p>\n<p><strong>Perpetua<\/strong>, die Haush\u00e4lterin des Pfarrers,<br \/>\n\u201e&#8230;deren Launen von Tag zu Tag h\u00e4ufiger wurden, seit sie das kanonische Alter der Vierzig \u00fcberschritten hatte und immer noch unverheiratet war, da sie alle Heiratsantr\u00e4ge, die ihr gemacht worden waren, abgelehnt hatte, wie sie sagte, oder sich nie jemand gefunden hatte, der sie haben wollte, wie ihre Freundinnen sagten.\u201c<br \/>\nRenzo Tramaglino, der Br\u00e4utigam, ein zwanzigj\u00e4hriger Seidenspinner, geradlinig und impulsiv.<\/p>\n<p><strong>Lucia Mondella<\/strong>, die Braut, ein sanftes Reh von vollkommener Gottesfurcht und Aufrichtigkeit<\/p>\n<p><strong>Agnese Mondella<\/strong>, Lucias Mutter, gro\u00dfherziges Gem\u00fct, bauernschlau, lediglich etwas arg schwatzhaft<\/p>\n<p><strong>Pater Cristoforo<\/strong>, ein Kapuzinerm\u00f6nch von kraftvoller, intelligenter, aufopfernder Natur, der sein Temperament mit Demut und M\u00fche im Zaum h\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Don Rodrigo<\/strong>, anma\u00dfender, aufbrausender reicher junger Edelmann, der die ganze Gegend terrorisiert mit seinen Bravi. Stellt Lucia zum Spa\u00df nach.<\/p>\n<p><strong>Tonio<\/strong>, \u201eein Bauer, ein fr\u00f6hlicher Geselle \u2013 schade, da\u00df er so wenig hat, sonst w\u00fcrde er alles hier ausgeben\u201c, meint der Dorfschenk \u00fcber ihn.<\/p>\n<p><strong>Gervaso<\/strong>, Tonios Bruder, ein Einfaltspinsel<\/p>\n<p><strong>Die Signora<\/strong> wurde von ihren reichen Eltern gegen ihren Willen ins Kloster gezwungen und ger\u00e4t auf Abwege. Von gro\u00dfer gesellschaftlicher Macht, setzt sie sich f\u00fcr Lucia ein, da sie hofft, ihr Gewissen so etwas zu erleichtern.<\/p>\n<p><strong>Der Graue<\/strong>, der \u00dcbelste unter Don Rodrigos Bravi, scheint ihm bedingungslos ergeben&#8230;<\/p>\n<p><strong>Don Attilio<\/strong>, Don Rodrigos Vetter, auch nicht besser als der, hat gute Verbindungen zur Mail\u00e4nder Regierung.<\/p>\n<p><strong>Der Ungenannte<\/strong>, erst verbrecherischer Burgherr, der schlimmste \u00dcbelt\u00e4ter von allen, taucht er in unserer Geschichte an einem pers\u00f6nlichen Wendepunkt auf.<\/p>\n<p><strong>Kardinal Federigo Borromeo<\/strong>, der Erzbischof von Mailand, schon zu Lebzeiten ein Heiliger, wirkt wohlwollend auf das Schicksal der Unseren ein.[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<blockquote><p>\u201eLiebt euch wie Reisegef\u00e4hrten, im Bewu\u00dftsein, euch irgendwann trennen zu m\u00fcssen, und mit der Hoffnung, euch f\u00fcr immer wiederzufinden.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>(Pater Cristoforo)[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ein H\u00f6rst\u00fcck<br \/>\nim Rahmen der Ausstellung<br \/>\nLEND ME YOUR EAR<\/p>\n<p>Samstag, 05. August 2006, 20:00 h<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":82820,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[185],"tags":[],"class_list":["post-82814","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-veranstaltung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82814"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=82814"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82814\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82830,"href":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82814\/revisions\/82830"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/wp-json\/wp\/v2\/media\/82820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=82814"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=82814"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=82814"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}