{"id":81814,"date":"2007-11-10T19:56:56","date_gmt":"2007-11-10T18:56:56","guid":{"rendered":"https:\/\/vorschau.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/?p=81814"},"modified":"2019-08-18T11:56:43","modified_gmt":"2019-08-18T10:56:43","slug":"zeichnungen-und-skulpturen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kunstverein-bad-salzdetfurth.de\/inhalt\/2007\/11\/10\/zeichnungen-und-skulpturen\/","title":{"rendered":"Zeichnungen und Skulpturen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_gallery el_id=&#8220;gallery-710405&#8243; isotope_mode=&#8220;vertical&#8220; medias=&#8220;81820&#8243; gutter_size=&#8220;5&#8243; media_items=&#8220;media|lightbox|original,caption&#8220; screen_lg=&#8220;1000&#8243; screen_md=&#8220;600&#8243; screen_sm=&#8220;480&#8243; single_text=&#8220;under&#8220; single_width=&#8220;6&#8243; single_overlay_opacity=&#8220;1&#8243; single_padding=&#8220;2&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]<strong>Einzelausstellung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kurt Schwerdtfeger<\/strong><br \/>\n<strong>Zeichnungen und Skulpturen<\/strong><br \/>\n<strong>1922 \u2013 1966<\/strong><\/p>\n<p>10. November \u2013 09. Dezember 2007<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnung am 10. 11. 2007, 17.00 Uhr<br \/>\nEinf\u00fchrung: Michael Stoeber<br \/>\nUnter der Schirmherrschaft des<br \/>\nPr\u00e4sidenten der Universit\u00e4t Hildesheim<br \/>\nProf. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich<\/p>\n<p>Beiprogramm:<br \/>\nF\u00fchrungen<br \/>\nAuff\u00fchrung des Films<br \/>\n\u00bbDas reflektorische Farblichtspiel\u00ab<br \/>\n28.11. -20.00 Uhr durch<br \/>\nProf. Stefan Schwerdtfeger[\/vc_column_text][vc_separator sep_color=&#8220;accent&#8220;][vc_column_text]Wir freuen uns, mit dieser Ausstellung erstmals in einer Retrospektive das Oeuvre eines K\u00fcnstlers zeigen zu k\u00f6nnen, der in seiner neuen Heimat Niedersachsen gleich nach dem Kriege das Erbe des Bauhauses<br \/>\ngepflegt hat.<\/p>\n<p>Wie kaum ein anderer dieser K\u00fcnstlergeneration hat Kurt Schwerdtfeger den Bauhausgedanken &#8211; und hier besonders die Lehre von Johannes Itten &#8211; weiterentwickelt und durch seine T\u00e4tigkeit als Professor f\u00fcr Kunsterziehung in die Schulen getragen. Sein Buch &gt;Bildende Kunst und Schule&lt; war lange Zeit das Standardwerk f\u00fcr die musische Bildung der deutschen Schullandschaft.<\/p>\n<p>Ganz besonders freue ich mich, dass ich meinem ehemaligen Lehrer hier im Kunstgeb\u00e4ude mit dieser Ausstellung \u201eDanke!\u201c sagen kann f\u00fcr seine menschliche W\u00e4rme und sein mitrei\u00dfendes Engagement f\u00fcr die Kunst. Meine Mitarbeit am reflektorischen Farblichtspiel, die 1966 mit der Auff\u00fchrung im Bauhausarchiv Darmstadt einen H\u00f6hepunkt fand, ist mir ein unvergessenes Erlebnis.<br \/>\nDiese Ausstellung w\u00e4re aber nicht zustande gekommen ohne das Engagement der Familie Schwerdtfeger, aus deren privaten Fundus die Ausstellungsst\u00fccke stammen. Ganz herzlich danke ich daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Dem Pr\u00e4sidenten der Universit\u00e4t Hildesheim Herrn Professor Dr. Friedrich sage ich Dank, dass er den Schirm \u00fcber unser Vorhaben h\u00e4lt und dem Direktor des Schlossmuseums in Czczecin, Herrn Professor Eugeniusz<br \/>\nKus danke ich f\u00fcr seine Bereitschaft, diese Ausstellung auch in seinen R\u00e4umen zeigen zu wollen.<\/p>\n<p>Hans-Werner Kalkmann[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_gallery el_id=&#8220;gallery-710405&#8243; isotope_mode=&#8220;vertical&#8220; medias=&#8220;81826,81827,81825&#8243; gutter_size=&#8220;5&#8243; media_items=&#8220;media|lightbox|original,caption&#8220; screen_lg=&#8220;1000&#8243; screen_md=&#8220;600&#8243; screen_sm=&#8220;480&#8243; single_text=&#8220;under&#8220; single_width=&#8220;6&#8243; single_overlay_opacity=&#8220;1&#8243; single_padding=&#8220;2&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h3&#8243; text_size=&#8220;h3&#8243;]Kurt Schwerdtfeger, der Bildhauer[\/vc_custom_heading][vc_column_text]Der Bauhaussch\u00fcler Kurt Schwerdtfeger hat in seinen unterschiedlichen Schaffensperioden vor und nach dem 2. Weltkrieg ein umfangreiches Oeuvre geschaffen, aus dem besonders seine Skulpturengruppen in hervorragender Weise zu nennen sind. In ihnen nimmt er Entwicklungen vorweg, die sp\u00e4ter andere K\u00fcnstler aufnahmen und weiterentwickelten.<\/p>\n<p>Dieses \u201eplastische Denken\u201c Schwerdtfegers manifestiert sich neben vielen anderen besonders in einer Kleinplastik, die eine Gruppe von Kriegern darstellt, die sich mit Schilden vor einem Angriff sch\u00fctzen. Bekannt geworden ist diese Verteidigungstechnik ja durch die R\u00f6mer, die sie &gt;Schildkr\u00f6te&lt; nannten, womit das Bilden eines Panzers gemeint war.<\/p>\n<p>Die Bronzeskulptur zeigt 6 stark stilisierte m\u00e4nnliche Figuren von denen man nur die K\u00f6pfe und die F\u00fc\u00dfe sieht. Der Rest ist durch Schilde abgedeckt. Alles zusammen bildet eine organisch miteinander verschmolzene Einheit. Diese Einheit ist von allen Seiten her und auch von oben betrachtbar, was ein weiteres Merkmal schwerdtfegerischer Skulpturen ist \u2013 es gibt keine Ansichtsseite.<\/p>\n<p>Schwerdtfeger treibt den Abstraktionsprozess bei dieser Skulptur so weit, dass sich bei der Draufsicht auf diese Bronze aus der Kriegergruppe eine ge\u00f6ffnete Bl\u00fcte entwickelt \u2013 und Bl\u00fctenskulpturen, ge\u00f6ffnet oder als Knospe, hat er ebenfalls geschaffen, denn es ist das Leben, das ihn interessiert und aus dem er seine Motive sch\u00f6pft. Diese Motive verdichtet er dann zu einem Konzentrat, das mit Stein, Beton oder Bronze in Form gebracht im Raum eine eigenst\u00e4ndige Wirklichkeit entwickelt. Der in unserem kollektiven Ged\u00e4chtnis gespeicherte Formenkanon findet so individuelle Ankn\u00fcpfungspunkte die helfen, einen Zugang zur Skulptur zu finden und somit unsere Weltsicht zu bereichern und zu erweitern.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_gallery el_id=&#8220;gallery-710405&#8243; isotope_mode=&#8220;vertical&#8220; medias=&#8220;81815&#8243; gutter_size=&#8220;5&#8243; media_items=&#8220;media|lightbox|original,caption&#8220; screen_lg=&#8220;1000&#8243; screen_md=&#8220;600&#8243; screen_sm=&#8220;480&#8243; single_text=&#8220;under&#8220; single_width=&#8220;6&#8243; single_overlay_opacity=&#8220;1&#8243; single_padding=&#8220;2&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h3&#8243; text_size=&#8220;h3&#8243;]Das Reflektorische Farblichtspiel[\/vc_custom_heading][vc_column_text]Kurt Schwerdtfeger hat als Student am Bauhaus in Weimar 1922 das \u201eReflektorische Farblichtspiel\u201c entwickelt.<br \/>\nDas in langwierigen Versuchen gefundene Prinzip ist denkbar einfach.<\/p>\n<p>Von einer Lichtebene aus wird \u00fcber eine Schablonenebene farbiges Licht auf eine Reflektionsebene gestrahlt, auf der dann farbige Schablonenformen erscheinen.<br \/>\nDie Lichtquellen und die Schablonenformen werden von Mitspielern nach einer Partitur bewegt, sodass sich ein scenarischer Ablauf der Farbmischungen, \u00dcberschneidungen und Verwerfungen von Formen und Farben ergibt.<\/p>\n<p>Die Urauff\u00fchrung fand in der Wohnung von Kandinsky statt und wurde au\u00dferdem 1922 am Bauhaus in Weimar aufgef\u00fchrt und 1923 im Jenaer Theater als Teil der Bauhausb\u00fchne w\u00e4hrend der Bauhauswoche. Eine<br \/>\nDokumentation hier\u00fcber befindet sich im Bauhausbuch 1919-1923 und in weiteren Bauhausb\u00fcchern.<br \/>\nIm Jahr 1924 fanden mehrere Auff\u00fchrungen an den \u201eSturmabenden\u201c Herwarth Waldens in Berlin und sp\u00e4ter an der Kunstgewerbeschule in Stettin, an der Kurt Schwerdtfeger lehrte, statt<\/p>\n<p>Nach 1945 hat Schwerdtfeger die \u201eReflektorischen Farblichtspiele\u201c mit Studierenden der P\u00e4dagogischen Hochschule Alfeld (jetzt Universit\u00e4t Hildesheim) rekonstruiert.<br \/>\n1966 fand die erste Auff\u00fchrung im Bauhausarchiv Darmstadt statt und kurz nach seinem Tod eine Wiederholung im Kunstverein Hannover, wo dann der Ansto\u00df zur filmischen Dokumentation gegeben wurde, die 1968 erfolgte.<br \/>\nIn den letzten Jahren, im Zusammenhang mit der Bedeutung von Videokunst, wurde dieser Film auf internationalen Lichtkunstausstellungen im Centre Pompidou in Paris und im KZM in Karlsruhe gezeigt, um damit auf die Urspr\u00fcnge der Lichtkunst hinzuweisen.<\/p>\n<p>Stefan Schwerdtfeger[\/vc_column_text][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h3&#8243; text_size=&#8220;h3&#8243;]Kurt Schwerdtfeger[\/vc_custom_heading][uncode_list icon=&#8220;fa fa-chevron-right&#8220;]<\/p>\n<ul>\n<li>1897 geboren in Hinterpommern<\/li>\n<li>1914-18 Soldat im 1. Weltkrieg<\/li>\n<li>1920-24 Studium der Bildhauerei am Bauhaus<\/li>\n<li>1924-33 Ausstellungen in der Berliner Sezession, Novembergruppe,<br \/>\nStettiner Landesmuseum Metropolitan Museum New York, Paris, Auftr\u00e4ge f\u00fcr Kunst am Bau<\/li>\n<li>1925 Leiter der Bildhauerklasse an der Kunstgewerbeschule in Stettin<\/li>\n<li>1937 Entlassung aus dem Lehramt, Entfernung der Arbeiten aus den<br \/>\nMuseen, Diffamierung durch das NS-Regime<\/li>\n<li>1939-45 Soldat im 2.Weltkrieg,<\/li>\n<li>1945 Verlust s\u00e4mtlicher Arbeiten in Stettin<\/li>\n<li>ab 1946 Professor f\u00fcr Kunstp\u00e4dagogik an der PH Alfeld, (jetzt Universit\u00e4t<br \/>\nHildesheim), Neubeginn der k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit als Bildhauer, Ausstelllungen im In- und Ausland, Kunst am Bau<\/li>\n<li>1953 Mitglied im Deutschen K\u00fcnstlerbund<\/li>\n<li>1964-66 Rekonstruktion des \u201eReflektorischen Farblichtspiels\u201c<br \/>\n1966 gestorben in Hildesheim-Himmelsth\u00fcr<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/uncode_list][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1922 \u2013 1966<\/p>\n<p>10. 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